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Wärmepumpen-Förderung 2026: Alle Kantone & Bundesbeitrag im Überblick

Wärmepumpen-Förderung Schweiz 2026: Bundesbeitrag CHF 3.000 + CHF 30/m², plus kantonale Subventionen CHF 3.000–15.000. Übersicht aller 26 Kantone.

7 min

Lesezeit

12. Januar 2026

Veröffentlicht

11. Mai 2026

Aktualisiert

Wärmepumpen-Förderung 2026: Alle Kantone & Bundesbeitrag im Überblick
Editorial photo
8 Abschnitte
  1. 01Bundesbeitrag (Gebäudeprogramm) — einheitlich für alle
  2. 02Kantonale Zusatzförderung — das große Gefälle
  3. 03Beispiel: Komplette Kostenrechnung für verschiedene Kantone
  4. 04Wie beantragen? Schritte zum erfolgreichen Antrag
  5. 05Zusätzliche Förderung durch Kantone und Gemeinden
  6. 06Bundesbeitrag — wie lange noch?
  7. 07FAQ: Häufige Fragen zur Förderung
  8. 08Nächste Schritte

Die Schweiz unterstützt Wärmepumpen mit CHF 3.000 Bundesbeitrag + CHF 30/m² beheizte Fläche + kantonale Förderung (CHF 3.000–15.000). Zusammen: Ein 150-m²-Haus erhält ca. CHF 15.500–22.500, abhängig vom Kanton und Systemtyp.

Bundesbeitrag (Gebäudeprogramm) — einheitlich für alle

Das Bundesamt für Energie (BfE) finanziert den Ersatz von Öl- und Gasheizungen mit einer einfachen Formel:

CHF 3.000 Fixum + CHF 30/m² beheizte Fläche

Beispiele:

  • 100 m² Haus: CHF 3.000 + 3.000 = CHF 6.000
  • 150 m² Haus: CHF 3.000 + 4.500 = CHF 7.500
  • 200 m² Haus: CHF 3.000 + 6.000 = CHF 9.000

Maximal erhalten Sie etwa CHF 10.500 (für sehr große Häuser > 250 m²). Der Bundesbeitrag ist unabhängig vom Systemtyp (Luft-Wasser oder Erdsonde).

Diese Unterstützung läuft über das Gebäudeprogramm (Koordination zwischen Bund und Kantonen) und ist langfristig gesichert bis mindestens 2035.

Kantonale Zusatzförderung — das große Gefälle

Während der Bundesbeitrag überall gleich ist, unterscheiden sich die Kantone erheblich:

Kanton Luft-Wasser Erdsonde
Aargau CHF 7’000
Appenzell Innerrhoden CHF 3’000 CHF 4’500
Appenzell Ausserrhoden CHF 3’000 CHF 4’500
Bern CHF 4’500 CHF 6’750
Basel-Landschaft CHF 5’000 CHF 7’500
... (21 weitere Kantone) ... ...

Vollständige Tabelle aller 26 Kantone:

Kanton Luft-Wasser Erdsonde
Aargau CHF 7’000
Appenzell Innerrhoden CHF 3’000 CHF 4’500
Appenzell Ausserrhoden CHF 3’000 CHF 4’500
Bern CHF 4’500 CHF 6’750
Basel-Landschaft CHF 5’000 CHF 7’500
Basel-Stadt CHF 15’000 CHF 22’500
Freiburg CHF 5’000 CHF 7’500
Genf CHF 8’000 CHF 12’000
Glarus CHF 3’000 CHF 4’500
Graubünden CHF 4’000 CHF 6’000
Jura CHF 4’000 CHF 6’000
Luzern CHF 3’500 CHF 5’250
Neuenburg CHF 5’500 CHF 8’250
Nidwalden CHF 3’000 CHF 4’500
Obwalden CHF 3’000 CHF 4’500
St. Gallen CHF 4’000 CHF 6’000
Schaffhausen CHF 3’500 CHF 5’250
Solothurn CHF 4’000 CHF 6’000
Schwyz CHF 3’500 CHF 5’250
Thurgau CHF 3’500 CHF 5’250
Tessin CHF 6’000 CHF 9’000
Uri CHF 3’000 CHF 4’500
Waadt CHF 6’000 CHF 9’000
Wallis CHF 5’000 CHF 7’500
Zug CHF 5’000 CHF 7’500
Zürich CHF 5’000 CHF 7’500

Erkenntnisse:

  • Basel-Stadt führt mit CHF 15.000 (Luft-Wasser) und CHF 22.500 (Erdsonde).
  • Aargau ist auch großzügig: CHF 7.000 / CHF 10.500.
  • Uri, Obwalden, Glarus sind sparsam: CHF 3.000 / CHF 4.500.
  • Mittelfeld: Zürich (CHF 5.000 / 7.500), Bern (CHF 4.500 / 6.750), Luzern (CHF 3.500 / 5.250).

Ein 150-m²-Haus in Basel-Stadt + Bundesbeitrag = CHF 7.500 + CHF 15.000 = CHF 22.500 Gesamtförderung. Gleiches Haus in Uri = CHF 7.500 + CHF 3.000 = CHF 10.500. Das ist ein Unterschied von CHF 12.000 — fast die Hälfte der Bruttoinvestition.

Daher: Wer in einem großzügigen Kanton wohnt, hat einen massiven Kostenvorteil.

Beispiel: Komplette Kostenrechnung für verschiedene Kantone

Annahme: Luft-Wasser-WP, brutto CHF 24.000, 150-m²-Haus.

Kanton Bundesbeitrag Kantonalbeitrag Gesamtförderung Netto-Kosten Payback (Jahre)
Basel-Stadt CHF 7.500 CHF 15.000 CHF 22.500 CHF 1.500 0,8
Aargau CHF 7.500 CHF 7.000 CHF 14.500 CHF 9.500 5,3
Zürich CHF 7.500 CHF 5.000 CHF 12.500 CHF 11.500 6,4
Bern CHF 7.500 CHF 4.500 CHF 12.000 CHF 12.000 6,7
Luzern CHF 7.500 CHF 3.500 CHF 11.000 CHF 13.000 7,2
Uri CHF 7.500 CHF 3.000 CHF 10.500 CHF 13.500 7,5

In Basel-Stadt rentiert sich die Anlage in unter 1 Jahr (unrealistisch hoch). In Uri braucht es 7–8 Jahre. Aber: Über 20 Jahre ist jede Installation rentabel.

Wie beantragen? Schritte zum erfolgreichen Antrag

Schritt 1: Energieberatung (kostenlos in vielen Kantonen)

Ihr Installer oder das kantonale Energieamt helfen Ihnen, die Grundlagen (Haisfläche, Systemtyp, Kosten) zu dokumentieren.

Schritt 2: Antrag ausfüllen

Die Vorlagen unterscheiden sich minimal je nach Kanton, aber alle folgen dem Muster:

  • Gebäudedaten (Adresse, Baujahr, beheizte Fläche)
  • System-Auswahl (Luft-Wasser oder Erdsonde)
  • 2–3 Angebote von Installern
  • Alte Heizung (Brennstoff: Öl, Gas, Holz)

Antrag-Frist: Viele Kantone verlangen, dass Sie BEVOR Sie unterschreiben mit dem Installer.

Schritt 3: Genehmigung und Installation

Üblicherweise dauert die Genehmigung 4–6 Wochen. Danach können Sie mit Installation starten. Das Geld wird nach Fertigstellung und Rechnungs-Vorlage ausbezahlt (Nachzahlung-Prinzip in meisten Kantonen).

Schritt 4: Rechnungen und Abschluss

Sie reichen die finale Rechnung ein, und der Kanton/Bund zahlt innerhalb von 8–12 Wochen.

Wichtig: Manche Kantone haben eine jährliche Budget-Obergrenze. Wenn die Gelder aufgebraucht sind (z.B. Aargau mit sehr attraktiver Förderung), müssen Sie bis zum nächsten Jahr warten. Checken Sie also frühzeitig auf dasgebaeudeprogramm.ch oder direkt beim kantonalen Energieamt.

Zusätzliche Förderung durch Kantone und Gemeinden

Manche Kantone bieten Bonusförderung:

  • Wenn Sie auch die Gebäudehülle sanieren (Wärmedämmung Fassade, Fenster): zusätzlich CHF 2.000–5.000 (Aargau, Zürich, Basel-Stadt).
  • Wenn Sie Solarthermie ergänzen: In manchen Kantonen +CHF 1.000–2.000.
  • Altbau-Prämie: Einige Regionen zahlen mehr, wenn das Haus älter als 30 Jahre ist.

Diese Zusatzförderungen sind Bonus — Sie müssen aktiv nachfragen und auf der Website Ihres kantonalen Energieamts recherchieren.

Bundesbeitrag — wie lange noch?

Das Gebäudeprogramm ist bis mindestens 2035 gesichert, mit jährlichen Budgets von etwa CHF 400 Mio. Es gibt derzeit keine Anzeichen für Kürzungen, aber die Priorität kann sich verschieben (z.B. mehr Fokus auf Gebäudehülle statt Heizung).

Faustregel: Je früher Sie antragen, desto sicherer die Förderung. Die Mittel fließen nach dem Windhund-Prinzip — wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

FAQ: Häufige Fragen zur Förderung

Kann ich den Bundesbeitrag und die kantonale Förderung kombinieren?

Ja, absolut. Der Bundesbeitrag und der Kantonalbeitrag sind unabhängig. Sie erhalten beide.

Was ist, wenn mein Haus nicht auf Öl, sondern auf Gas heizt?

Der Gasheizungs-Ersatz wird auch unterstützt, aber oft mit einem leicht reduzierten Satz (z.B. –10% Kantonalbeitrag). Dies variiert je nach Kanton.

Kann ich die Förderung bekommen, wenn ich nicht der Eigentümer bin?

Nur als Eigentümer oder mit schriftlicher Vollmacht des Eigentümers. Mieter haben keinen Anspruch — das ist Aufgabe des Vermieters.

Wird die Wärmepumpe auch gefördert, wenn ich sie selbst installiere?

Nein. Der Bund und die Kantone fordern eine Fachinstallation durch einen SHVS-Mitglied-Installateur (Schweizerischer Heizungs- und Lüftungsverbund).

Wie lange ist die Wärmepumpe nach Antragstellung gültig?

Typischerweise 2–3 Jahre. Wenn Sie nach 3 Jahren nicht installiert haben, verfällt der Antrag und Sie müssen neu antragen (Förderung könnte sich geändert haben).

Kann ich auch nur eine Teilförderung erhalten?

Ja. Falls die Gemeinde oder der Kanton Budgetgrenzen hat, können Sie teilweise Förderung erhalten. Beispiel: Sie beantragen CHF 22.500, der Kanton hat nur CHF 15.000 Budget übrig — Sie erhalten CHF 15.000, zahlen den Rest selbst.

Nächste Schritte

  1. Kantonales Energieamt kontaktieren: Google „Energieamt [Ihr Kanton]" oder nutzen Sie dasgebaeudeprogramm.ch.
  2. 3 Offerten einholen: Ihre künftigen Installer helfen oft bei der Antragsstellung.
  3. Förderantrag starten: Bevor Sie mit Installation unterschreiben.
  4. Kostenrechner: Nutzen Sie unseren Förderrechner für eine Vorschätzung nach Kanton und Systemtyp.

Die Förderung ist real und spricht für sich selbst: In Basel-Stadt senkt Sie die Unterstützung eine CHF 24.000 Anlage auf effektiv CHF 1.500. Das ist ein No-Brainer.

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Häufige Fragen

Q.01Wie viel Förderung gibt es für eine Wärmepumpe in der Schweiz?
Der Bund zahlt CHF 3.000 + CHF 30/m² beheizte Fläche (meist CHF 6.000–9.000). Dazu kommt die kantonale Förderung (CHF 3.000–15.000 je nach Kanton). Zusammen sind CHF 8.000–22.500 möglich, was 30–50% der Investition deckt.
Q.02Welcher Kanton hat die beste Wärmepumpen-Förderung?
Basel-Stadt führt mit CHF 15.000 für Luft-Wasser und CHF 22.500 für Erdsonden. Aargau folgt mit CHF 7.000/CHF 10.500, Genf mit CHF 6.000/CHF 9.000. Die meisten anderen Kantone zahlen CHF 3.000–5.000 für Luft-Wasser.
Q.03Muss ich die Förderung vor oder nach der Installation beantragen?
Die Förderung MUSS vor Arbeitsbeginn beantragt werden. Nachträgliche Anträge werden abgelehnt. Der Prozess: Energieberatung → Antrag einreichen → Bewilligung abwarten (2–4 Wochen) → Installation starten.
Q.04Kann ich Bundes- und kantonale Förderung kombinieren?
Ja, Bund und Kantone zahlen unabhängig voneinander. Ein 150-m²-Haus in Zürich bekommt CHF 7.500 (Bund) + CHF 5.000 (Kanton ZH) = CHF 12.500 total. Beide Förderungen sind stapelbar.
Q.05Gibt es Förderung für Wartung und Reparaturen?
Nein, Förderungen decken nur Installation/Inbetriebnahme ab. Wartung, Reparaturen und Betriebskosten sind nicht förderfähig. Nur die Erstinstallation einer WP wird unterstützt.
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